Kryptoautomatisierter Handel

Gesetzgeber vereinen sich

Ein paar Wochen mit begrenzter Volatilität und Schwankungen zwischen 60 und 67 US-Dollar Bitcoin halten die Händler in Atem. Dies wurde durch einige Tage mit relativ geringen Zu-/Abflüssen bei den Bitcoin-ETFs in der letzten Woche gut veranschaulicht.

Der Trend scheint sich jedoch gewendet zu haben, da diese Woche bisher Zuflüsse in Höhe von 726 Millionen US-Dollar verzeichnet wurden. In Zeiten geringer Preisbewegungen neigen Kryptohändler dazu, zu Makroökonomen und Lippenlesern der Federal Reserve zu werden. Ein Thema, das Aufmerksamkeit erregte, war das Wachstum der US-Geldmenge M2, das zum ersten Mal seit November 2022 positiv wurde. Dies deutet auf eine Lockerung der monetären Bedingungen hin, die historisch mit einer starken Performance von Bitcoin korreliert hat. Die US-Aktienmärkte, die Allzeithochs erreichten, haben den Optimismus weiter unterstützt. Die Märkte kalkulieren aufgrund schwächerer Beschäftigungs- und Inflationszahlen auch weitere Zinssenkungen ein.

Auf der anderen Seite verlangsamt sich das Wachstum in den USA und weltweit. Indizes wie der US SM Manufacturing & Services Employment und die NFIB Hiring Plans-Umfrage zeigen schwache Zahlen. Weltweit wird die chinesische Geldpolitik weiter verschärft, da die Geldmenge M2 schrumpft und die chinesische Verbrauchernachfrage schwach ist. Die Frage einer „harten wirtschaftlichen Landung“ beschäftigte die Ökonomen im vergangenen Jahr. Bisher hat die Wirtschaftsentwicklung vor allem durch ihre positiven Seiten überrascht. Aber eine plötzliche Wende der wirtschaftlichen Lage sowohl für die USA als auch für die Welt insgesamt wäre in einem Jahr voller wichtiger Wahlen ein großer unerwarteter Stolperstein. Wir werden vielleicht bald herausfinden, ob niedrige Zinsen und Liquiditätswachstum den Bitcoin in einem schwachen wirtschaftlichen Umfeld in die Höhe treiben können.

In anderen Nachrichten wurde gerade ein Gesetzentwurf zur Aufhebung des Buchhaltungsbulletins „SAB 121“ der Securities and Exchange Commission (SEC) als erster Krypto-Gesetzentwurf überhaupt zur Unterzeichnung an einen US-Präsidenten geschickt. Nachdem der Entwurf sowohl vom Kongress als auch vom Senat von beiden Parteien gebilligt wurde, droht ihm nun ein Veto des Präsidenten. Präsident Biden folgt vorerst der Linie der kryptofeindlichen Senatorin Elizabeth Warren, die gegen den Gesetzentwurf ist. SAB 121 macht es für Banken teuer, Kryptowährungen zu verwahren. Die Regel zwingt sie, die Kryptobestände ihrer Kunden in der Bilanz als Verbindlichkeit und nicht als Vermögenswert auszuweisen. Dies ist natürlich eine indirekte Art und Weise, wie die SEC versucht, die Einführung von Kryptowährungen zu blockieren. Diese von der Bank gehaltenen Kryptogelder sind kein von der Bank eingegangenes Risiko, sondern gehören den Kunden. Die Regel ist ein klarer Machtmissbrauch durch die SEC, der von den Gesetzgebern zur Kenntnis genommen wurde.

Unabhängig davon, ob Präsident Biden sein Vetorecht nutzt oder nicht, zeigt diese jüngste Episode, dass Kryptowährungen überparteiliche Unterstützung erhalten können. Die Tausenden von Krypto-Inhabern, die ihre Gesetzgeber angerufen haben, zeigen auch, dass Kryptowährungen kein Nischenthema mehr sind. Sowohl die TradFi-Banken als auch die Kryptobranche drängten auf die Verabschiedung von SAB 121, ein Zeichen dafür, dass sich die Interessen allmählich annähern. Das Marktstrukturgesetz, bekannt als FIT21, wird das nächste große Krypto-Gesetz sein, das den Kongress erreicht. Es führt eine umfassende Regulierung der Branche ein und wird auch endlich klarstellen, wie Kryptowährungen eingeführt werden können, ohne als Wertpapiere eingestuft zu werden. Derzeit gehen die meisten Beobachter davon aus, dass es den Senat nicht passieren wird.

Angesichts der makroökonomischen Unsicherheit sowie der gesetzgeberischen und juristischen Auseinandersetzungen ist es schwer vorherzusagen, wie sich die Preise als nächstes entwickeln werden. Die Tendenz ist zwar nach oben gerichtet, aber Händler müssen mit turbulenten Entwicklungen rechnen.

 

 

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