Kryptoautomatisierter Handel

Stealth-Moves, Markt-Grooves

In einer Welt, in der der Puls des globalen Finanzwesens niemals ruht, erschüttert sich im Herzen des US-Währungssystems eine seismische Veränderung. Im Jahr 2022 unternahm die Federal Reserve den mutigen Schritt, ihre kolossale Bilanzsumme von 9 Billionen US-Dollar zu reduzieren, und läutete damit den Beginn der quantitativen Straffung (Quantitative Tightening, QT) ein. Doch entgegen den Erwartungen waren die Auswirkungen des QT auf die Vermögenspreise subtiler als erwartet. Jetzt tritt das US-Finanzministerium von der Seitenlinie zurück und rückt in den Mittelpunkt und leitet eine Phase noch strengerer quantitativer Straffung ein. 

Innerhalb der komplizierten Korridore der Finanztechnik erhöhten die Währungsbehörden diskret die Liquidität, ein Schritt, der darauf abzielte, eine drohende Bankenkrise abzuwenden – eine Strategie, die treffend als „Stealth Quantitative Easing“ bezeichnet wird. Während das Hauptziel von QT darin bestand, die Liquidität zu verringern, glichen strategische Maßnahmen des US-Finanzministeriums, wie die Reduzierung seines Gesamtkontos und die hauptsächliche Ausgabe kurzfristiger Staatsanleihen, die Auswirkungen von QT auf interessante Weise aus. Diese unerwartete Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft sorgte bei vielen Ökonomen für Verwirrung. Doch im Laufe des Jahres 2023 ist ein Wandel spürbar. US-Finanzministerin Janet Yellen hat die Kraft von QT auf subtile Weise verstärkt, indem sie eine erhöhte Anzahl von Schatzanweisungen und Anleihen herausgab und so neue Komplexitäten auf den Markt brachte. Wenn Teilnehmer diese Anleihen kaufen, können sie Bargeld verwenden, Schulden aufnehmen oder andere Vermögenswerte verkaufen. Da Schatzwechsel ein geringes Laufzeitrisiko aufweisen, neigen Marktteilnehmer eher dazu, Bargeld zu verwenden oder Schulden aufzunehmen. Das größere Zinsrisiko von Schatzanweisungen und Anleihen führt jedoch dazu, dass die Marktteilnehmer ihr Risiko überdenken, was häufig dazu führt, dass sie Vermögenswerte verkaufen, um das zusätzliche Risiko auszugleichen, was zu einer weiteren Straffung führt. 

Diese Verschiebung wirft eine dringende Frage auf: Wer steuert wirklich den Verlauf der QT? Ist es die Federal Reserve oder das US-Finanzministerium? Während das Finanzministerium risikoreichere Anleihen freigibt, passen die Marktakteure ihre Strategien hastig an, um diese neuen Unsicherheiten abzumildern. 

Hier ist die Wendung: Trotz der gewaltigen Verschiebungen und verdeckten Operationen reicht es möglicherweise nicht aus, die anhaltende Aktienrallye dieses Jahres zum Scheitern zu bringen, da sich möglicherweise ein Sturm am Horizont zusammenbraut. Auf unserem weiteren Weg sollten sich Anleger auf eine Ära der Unvorhersehbarkeit einstellen, in der Markttrends jeder gängigen Meinung widersprechen und geldpolitische Maßnahmen lang gehegte Überzeugungen ständig in Frage stellen. Der finanzielle Tanz zwischen Lockerung und Straffung geht weiter.

Diese Stimmung wird noch verstärkt, wenn Anleger das Protokoll der jüngsten FOMC-Sitzung im Juli analysieren. Die Notizen offenbaren eine erhöhte Besorgnis der Beamten über drohende Inflationsgefahren, was auf einen Ruf nach energischeren geldpolitischen Interventionen hindeutet. Der Konsens der Anleger geht derzeit davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Fed bei der bevorstehenden September-Sitzung nur bei 13 % liegt.

Da der Kryptomarkt wiederholt angedeutet hat, seine Sommerstagnation zu durchbrechen, scheint die über zwei Monate andauernde Konsolidierung immer noch zu dominieren. Aus technischer Sicht hat das Keilmuster, in dem Bitcoin seit dem November-Tief gehandelt wird, gerade einen entscheidenden Punkt erreicht, da es seine Trendlinienunterstützung durchbrochen hat. Die historischen Daten aus dem Diagramm ließen viele Bullen auf eine Erholung in Richtung des Widerstandsniveaus von 34,000 US-Dollar hoffen, da Bitcoin in den letzten drei Fällen, in denen es seine Trendlinienunterstützung streifte, um 46 %, 47 % bzw. 26 % anstieg. Diese Interaktion mit der Unterstützung stellte ein ideales Fenster für eine Long-Position bei Bitcoin dar, allerdings verloren die Bullen diesen Kampf an die Bären. Das nächste wichtige Niveau dürfte bei rund 25,000 US-Dollar liegen, und die Bullen werden versuchen, es zu halten, bevor es wieder in Richtung 30,000 US-Dollar geht.

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